WBK Katastropheneinsatzleiter KEL GVL - die Spezialisten für Grossereignisse

Am 18. und 19. April 2013 trafen sich die Katastropheneinsatzleiter KEL GVL unter der Leitung von Oberst Vinzenz Graf, SC Kantonaler Führungsstab und kantonaler Feuerwehrinspektor, zur jährlichen Weiterbildung. Die Zielsetzung dieser Weiter-bildungstage wurde wie folgt definiert:

Die Teilnehmenden

  • setzten sich mit verschiedenen Themen im ABC-Einsatz auseinander
  • kennen die Aufgaben und Möglichkeiten des Labors Spiez
  • erweitern ihre Kenntnisse zu den Themen Notfallorganisation Betriebe, Einsatzplanung Chemiewehr und Schnittstellen Betriebs- resp. Ortsfeuerwehr und Chemiewehr
  • kennen die Führungsgrundsätze und die Organisation für die Bewältigung eines Grossereignisses und können diese in der Praxis umsetzen
  • können als Gesamteinsatzleiter in einem Fachbereich oder in der Führungsunterstützung in einer Gesamteinsatzleitung eingesetzt werden.

Der spezifische Weiterbildungstag vom 18. April 2013 war der Thematik ABC gewidmet. Dazu gehörte der Besuch des Labors Spiez.

Das LABOR SPIEZ ist das schweizerische Fachinstitut für den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen  und Gefahren (ABC). Es befasst sich auf wissenschaftlich-technischer Ebene mit den Gefährdungen durch ABC-Ereignisse und deren möglichen Auswirkungen. Dazu betreibt es die erforderlichen Labors und Messmittel. Mit seinen Fachkenntnissen unter-stützt es die Aktivitäten der Schweiz in den Bereichen Rüstungskontrolle und friedenserhaltende Massnahmen.

Nach der Einführung über die Aufgaben und Kompetenzen des Labors Spiez wurden in fachlich kompetenten Referaten die Themen "Persönlicher Schutz", "Radioaktivität und Einsatz" vorgestellt. Die Besichtigung des Biosicherheitslabors rundete den ersten Halbtag ab.

Der Nachmittag war der "Hotline der Luzerner Polizei" sowie verschiedenen Informationen aus dem Kanton und des Kantonalen Führungsstabes (KFS) gewidmet.

Weiterbildung der Partner im Verbundssystem Bevölkerungsschutz

Der zweite Ausbildungstag fand zusammen mit den Partnern Bevölkerungsschutz des Kantons Luzern statt. Dabei wurde anhand eines Chemieereignisses die Stabsarbeit geschult. Der Brand einer Düngemittelfabrik in Texas vom 18. April 2013 mit einer gewaltigen Explosion und mit mehreren Todesopfern sowie vielen Verletzten, bestätigen die Bedeutsamkeit dieser Thematik.

In ihren Ausführungen wiesen die Referenten auf die Wichtigkeit von Notfallorganisationen und Einsatzdokumentationen hin. Die Schnittstellen der Orts- und Betriebsfeuerwehren zum Stützpunkt Chemiewehr zeigte der Kdt der Chemiewehr auf. Bei der anschliessenden Stabsübung COLLA galt es, ein grosses Chemieereignis im Raum Sempach zu bewältigen. Dazu standen Chemiefachberater, Gemeindevertreter und Vertreter von Chemiebetrieben für fachmännische Auskünfte zur Verfügung.

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