STRAHLENWEHRUEBUNG "Tell 13"

Die Strahlenwehr Zentralschweiz (Uri und Luzern), die Chemiewehr Uri, Die Stützpunktfeuerwehr Altdorf, die Kantonspolizei Uri, Chemiefachberater, die NAZ, das PSI und der Rettungsdienst 144 hielten am 16.10.13 eine gemeinsame Einsatzübung auf dem Gelände des Schwerverkehrszentrums Ripshausen Erstfeld ab. Die Einsatzübung der Strahlenwehr Zentralschweiz hat, nach der Erfahrung vom letzten Jahr, wiederum im Verbundsrahmen stattgefunden, um das Können in einem möglichst echten Umfeld zu überprüfen. Es bestand das Bedürfnis eine Übung in kombiniertem Rahmen in Uri mit den zuständigen Einsatzkräften dieses Kantons zu entwerfen. Die Übung stand unter Leitung von Vinzenz Graf, Feuerwehrinspektor und Stabschef KFS des Kantons Luzern, assistiert von Marco Brossi, Senior Consultant der Firma Sinixt GmbH.

Die Formationen wurden mit folgendem Szenario konfrontiert: Bei einer Fahrzeugkontrolle am Eingang bemerkt das Personal des Schwerverkehrszentrums eine farbige Flüssigkeit, die von der Ladebrücke eines Lastwagens tropft. Sofort wird das Fahrzeug eskortiert und zur dafür vorgesehenen abflusslosen Auffanggrube begleitet. Bei der Begutachtung der Transportpapiere entdeckt der kontrollierende Polizeibeamte Gefahrgüter mit den unterschiedlichsten Transport-Bezettelungen (Chemikalien und radioaktive Substanzen gemischt). Da nicht sofort ausgemacht werden kann woher die farbige Flüssigkeit stammt, werden die zuständigen Organisationen benachrichtigt und aufgeboten: Feuerwehr, Chemiewehr, Strahlenwehr, Chemiefachberater, Polizeifunktionäre, Rettungsdienst 144, NAZ und Bundespikett.

Alle Beteiligten hatten einen Respekt vor den radioaktiven Stoffen. Die Erkundung und Stofferkennung muss durch die C-Wehr schnell angegangen werden. Die Dekontamination von Personen muss in jedem Fall schnell durch die Ortswehr durchgeführt werden. Die C Wehr prüft und reagiert, wenn die Ortswehr ihre Aufgabe nicht wahrgenommen hat.

Die Lehren für die weiteren Ausbildungen sind sehr wichtig. Sobald das Wort Radioaktivität vorkommt, sind die Einsatzkräfte in ihrem Handeln blockiert. Die Offiziere beider Fachbereiche müssen bezüglich den möglichen, reellen radioaktiven Gefahren im Strassenverkehr geschult werden. Die Schnittstellen zwischen Strahlenwehr und C-Wehr müssen durchgängig bekannt sein. Absprachen und Zuständigkeiten müssen geübt werden.

Bildergalerie